Natur­ton-Ober­ton­rei­he

Die Natur­ton-Ober­ton­rei­he ist die Grund­la­ge aller Ton­sys­te­me, denn sie ist die ein­zi­ge natür­li­che Ton­lei­ter.

Wenn der Mensch Ton­fol­gen hört, baut er sie inner­lich zu klei­nen Akkor­den zusam­men und ver­gleicht die­se dann unbe­wusst mit der Ober­ton­rei­he. Je grö­ßer die Über­ein­stim­mung mit den Inter­val­len der Ober­ton­rei­he ist, des­to har­mo­ni­scher klingt die Musik.

Die­se Ton­lei­ter hat nicht der Mensch erfun­den oder gefun­den, son­dern die Ober­ton­rei­he ent­steht unmit­tel­bar aus den Schwin­gungs­ge­set­zen. Sie folgt einem uni­ver­sel­len Wel­len­prin­zip des Uni­ver­sums. Daher ist sie natür­li­chen Ursprungs.

Sobald ein Ton erklingt, schwin­gen Ober­tö­ne mit. Sie klin­gen alle gleich­zei­tig. Die Ober­ton­rei­he also eigent­lich ein Akkord. Der Auf­bau ist immer gleich und ent­spricht einer mathe­ma­ti­schen har­mo­ni­schen Rei­he. Man hört die Ober­tö­ne nor­ma­ler­wei­se nicht. Denn weil sie als Akkord alle gleich­zei­tig schwin­gen, erschei­nen sie uns wie ein ein­zi­ger Ton.
Ober­tö­ne (auch Par­ti­al- oder Teil­tö­ne) sind die neben dem Grund­ton mit­klin­gen­den Bestand­tei­le nahe­zu jedes instru­men­tal oder vokal erzeug­ten musi­ka­li­schen Tons. Der tiefs­te Teil­ton wird Grund­ton genannt und bestimmt in den meis­ten Fäl­len die wahr­ge­nom­me­ne Ton­hö­he, wäh­rend die übri­gen Teil­tö­ne, die Ober­tö­ne, die Klang­far­be beeinflussen.

Wäh­rend bei der gleich­stu­fi­gen Stim­mung außer dem Grund­ton und des­sen Okta­ven kein Ton exakt mit der Teil­ton­rei­he über­ein­stimmt, sind die Abwei­chun­gen bei rei­ner Stim­mung deut­lich seltener.

Die Ober­ton­rei­he geht von einer Schwin­gung von etwa 16 HZ bis über 40.000 HZ, hat also weit mehr Töne als die übli­che Anga­be von 16 Obertönen. 

Maria Renold „Von Inter­val­len Ton­lei­tern Tönen und dem Kam­mer­ton C=128 HZ”: 

„Zunächst sei­en die zwei Namen Ober‑, bezie­hungs­wei­se Natur­ton­rei­he, wel­che die glei­che Rei­he von Tönen bezeich­nen, erklärt.
Natur­ton­rei­he heißt sie, weil ihre Töne sich zumin­dest bis zum 16. Glied ohne wei­te­res „natür­lich” bil­den, wenn ein Grund­ton auf einer Sei­te zum Erklin­gen gebracht wird. 

Der Name Ober­ton­rei­he will andeu­ten, dass die Töne, wel­che die Inter­vall­fol­ge bewir­ken, vom Grund­ton gesetz­mä­ßig aufsteigen. 

In die­ser Rei­he neh­men die Schwin­gun­gen auf­ein­an­der fol­gen­der Ober­tö­ne stets in glei­cher Wei­se um die Fre­quenz des Grund­to­nes zu oder anders aus­ge­drückt, das Pro­dukt von Ober­ton­schritt­zahl und Fre­quenz des Grund­to­nes ergibt die Schwin­gungs­zahl des betref­fen­den Obertones.….….

Der 3. Ober­ton bil­det zum Bei­spiel mit dem zwei­ten Ober­ton das Inter­vall 3:2, das heißt, die rei­ne Quint.….

Die übri­gen Inter­val­le erge­ben sich auf die glei­che Wei­se, zum Bei­spiel 2:1 = Okta­ve, 3:2 = Quint, 4:3 = Quart, 5:4 = Natur-Dur­terz, 6:5 = Natur-Moll­terz, 9:8 = gro­ßer Ganz­ton, 10:9 = klei­ner Natur­ganz­ton, 16:15 = Natur­halb­ton, 4:1 oder 8:2 = Dop­pe­lok­ta­ve, 45:32 = natür­li­che über­mä­ßi­ge Quart.…., 64:45 = natür­li­che ver­min­der­te Quint und so weiter.”

Natur­ton-Ober­ton­rei­he

HZRatioTon
Grund­tonGrund­fre­quenzPrime1281:1C3
01. Ober­tondop­pel­te FrequenzOkta­ve zum Grundton2562:1C4
02. Ober­tondrei­fa­che FrequenzQuint zum 1.Oberton3843:2G4
03. Ober­tonvier­fa­che FrequenzQuart zum 2.Oberton – Okta­ve zum 1. Oberton5124:3C5
04. Ober­tonfünf­fa­che Frequenzgro­ße Terz zum 3. Oberton6405:4E5
05. Ober­tonsechs­fa­che Frequenzklei­ne Terz zum 4. Oberton7686:5G5
06. Ober­tonsie­ben­fa­che Frequenz8967:6Bb5 aus*1
07. Ober­tonacht­fa­che FrequenzOkta­ve vom 3. Ober­ton – Quart vom 5. Oberton10248:7C6
08. Ober­tonneun­fa­che Frequenzgro­ßer Ganz­ton zum 7. Oberton11529:8D6
09. Ober­tonzehn­fa­che Frequenzklei­ner Ganz­ton zum 8. Oberton120810:9E6
10. Ober­tonelf­fa­che Frequenz140811:10F6 aus *2
11. Ober­tonzwölf­fa­che FrequenzOkta­ve zum 5. Oberton153612:11G6
12. Ober­tondrei­zehn­fa­che Frequenz166413:12Ab6 aus *3
13. Ober­tonvier­zehn­fa­che FrequenzOkta­ve zum 6. Oberton179214:13Bb6 aus*4
14. Ober­tonfünf­zehn­fa­che Frequenz192015:14B6
15. Ober­tonsechs­zehn­fa­che Frequenzklei­ne Sekunde204816:15C7

Und so geht die Rei­he nach die­sem Mus­ter wei­ter: 16. Ober­ton – Ratio 17:16 bis ins Unendliche.

*1 die Fre­quenz stammt aus der Ton­lei­ter Bb – Bezugs­fre­quenz 7 HZ – sieb­te Oktave
*2 die Fre­quenz stammt aus der Ton­lei­ter F – Bezugs­fre­quenz 11 HZ – sieb­te Oktave
*3 die Fre­quenz stammt aus der Ton­lei­ter As – Bezugs­fre­quenz 13 HZ – sieb­te Oktave 
*4 die Fre­quenz stammt aus der Ton­lei­ter Bb – Bezugs­fre­quenz 7 HZ – ach­te Oktave
Was fällt auf? Alles B‑Tonleitern.
Es wer­den eng­li­sche Ton­be­zeich­nun­gen verwendet. 

Ober­tö­ne berech­nen - Hier bei Seng­spiel­au­dio
der über­aus nütz­li­chen und infor­ma­ti­ven Web­sei­te von Dipl.-Ing. Eber­hard Sengpiel

Naturton-Obertonreihe
Har­mo­ni­sche Teil­schwin­gun­gen einer idea­li­sier­ten Saite

Ober­tö­ne im Video

Die Naturton/Obertonreihe – hier die Fre­quen­zen der ers­ten 15 Ober­tö­ne:
128 Hz Grund­ton
256 Hz – 384 Hz – 512 Hz – 640 Hz – 768 Hz – 896 Hz – 1024 Hz – 1152 Hz – 1208 Hz – 1408 Hz – 1536 Hz – 1664 Hz – 1792 Hz – 1920 Hz 2048 Hz


Obertonreihe
YIN YANG GOLD