Makro­bio­tik

Im Mit­tel­punkt der Makro­bio­tik steht das Prin­zip von Yin und Yang.

Die makro­bio­ti­sche Lebens- und Ernäh­rungs­wei­se wur­de von dem japa­ni­schen Phi­lo­so­phen Geor­ge Ohsa­wa (1892 –1966) begründet. 

  1. Yin/Yang sind zwei Pole, die in Kraft tre­ten, wenn die unend­li­che Expan­si­on den geo­me­tri­schen Punkt der Zwei­tei­lung erreicht.
  2. Yin/Yang erge­ben sich fort­lau­fend aus der unend­li­chen Expansion.
  3. Yin ist zen­tri­fu­gal, Yang zen­tri­pe­dal. Yin und Yang erzeu­gen die Energie.
  4. Yin zieht Yang an, und Yang zieht Yin an.
  5. Yin und Yang in varia­blen Pro­por­tio­nen kom­bi­niert, erzeu­gen alle Phänomene.
  6. Alle Phä­no­me­ne sind ver­gäng­lich, es sind unend­lich kom­ple­xe Bil­dun­gen, durch ihre Kom­po­nen­ten Yin und Yang in stän­di­ger Bewe­gung gehal­ten. Alles ist ruhelos.
  7. Nichts ist voll­kom­men Yin, nichts voll­kom­men Yang, auch wenn es in sei­ner Erschei­nung sehr ein­fach ist. Alles ent­hält die Pola­ri­tät in jeder Pha­se sei­ner Bildung.
  8. Es gibt kein Neu­trum. Immer über­wiegt ent­we­der Yin oder Yang.
  9. Die Anzie­hungs­kraft ist der Ver­schie­den­heit der Kom­po­nen­ten Yin und Yang proportional.
  10. Zwi­schen Yin und Yang bestehen außer den anzie­hen-den auch absto­ßen­de Kräfte.Abstoßung, bezie­hungs­wei­se Anzie­hung sind Yin und Yang umge­kehrt proportional.
  11. Aus Zeit und Raum erzeugt Yin Yang, und Yang erzeugt Yin.
  12. Jeder phy­si­ka­li­sche Kör­per ist Yang im Zen­trum und Yin an der Oberfläche.

Für kör­per­li­che und geis­ti­ge Gesund­heit muss der Mensch in allen Din­gen einen Aus­gleich zwi­schen Yin, der sich aus­deh­nen­den, und Yang, der sich zusam­men­zie­hen­den Kraft anstre­ben.
Die Ernäh­rung spielt in der Makro­bio­tik die tra­gen­de Rol­le. Alle Lebens­mit­tel wer­den mehr oder weni­ger einer der jewei­li­gen Kräf­te zuge­ord­net, die Ein­tei­lungs­kri­te­ri­en sind viel­fäl­tig und hän­gen auch von der Zube­rei­tungs­art ab.

Yang- und Yin bei Lebensmitteln

Aus­ge­wähl­te Nah­rungs­mit­tel nach Yin und Yang

Ohsa­wa hat in sei­nem Buch „Makro­bio­ti­sche Ernäh­rungs­leh­re eine Lis­te zusam­men­ge­stellt, die recht umfas­send ist. Aber ich nen­ne nur die Nah­rungs­mit­tel, bei denen ich sicher bin, weil ich sie „erforscht” habe. Ich ernäh­re mich also mit die­sen Lebens­mit­teln. Aber ob das für jeden gesund ist, da habe ich mei­ne Zwei­fel. Ich esse auch mal ande­res, ger­ne auch unter­wegs eine Piz­za, aber hier stel­le ich sozu­sa­gen den Stan­dard dar.

Die Auf­zäh­lung beginnt immer mit dem Yin-hal­tigs­tem Nah­rungs­mit­tel (1) und setzt sich dann fort bis zum Yang-hal­tigs­tem Nah­rungs­mit­tel.
Die Auf­zäh­lung ist sub­jek­tiv, nur durch mei­ne jah­re­lan­ge Pra­xis ent­stan­den. Sie hat aber gro­ße Schnitt­men­gen mit Osha­was Lis­ten. Man müss­te das Ver­hält­nis der Mine­ral­stof­fe Kali­um und Natri­um messen. 

Goma­sio

Miso

Tahin

Tama­ri und Shoyu

Bei Krank­heit: Reis essen

Buch­wei­zen rösten

Buch­wei­zen ist gar kein Getrei­de. Die Buch­wei­zen­pflan­ze zählt zur Fami­lie der Knö­te­rich­ge­wäch­se und ist somit mit Sauer­amp­fer ver­wandt. Die Buch­wei­zen­frucht ist eine brau­ne drei­kan­ti­ge Nuss, die den Buch­eckern ähnelt. Daher kommt auch der Name Buch­wei­zen. Das Korn der Pflan­ze ent­hält wei­ßes, stär­ke­rei­ches Mehl.

Buch­wei­zen ist eine ein­jäh­ri­ge krau­ti­ge Pflan­ze. Ursprüng­lich stammt sie aus Asi­en. Die frü­hes­ten Hin­wei­se auf Buch­wei­zen­an­bau in Deutsch­land stam­men bereits aus dem Mittelalter.

Ich rös­te Buch­wei­zen immer im Back­ofen bei ca. 125 Grad unter gele­gent­li­chem Wen­den und neu Verteilen.

Buchweizen rösten
Buchweizen rösten

Man muss auf­pas­sen, dass die Kör­ner nicht zu dun­kel wer­den. Wenn man den ers­ten leich­ten Rauch sieht, dann ist es bei­na­he schon zu spät. 

Die gerös­te­ten Kör­ner nennt man auch Kasha, in Ost­eu­ro­pa ver­brei­tet zu fin­den. Man kann Kasha mit einer dop­pel­ten Men­ge Was­ser kochen, je nach Geschmack här­ter (kür­zer) oder wei­cher (län­ger), dass muss man aus­pro­bie­ren.

Man kann die Kör­ner aber auch zu Mehl ver­ar­bei­ten und einen Brei kochen, Küch­lein dar­aus machen oder mit Gemü­se mischen. 

Gerös­te­ter Din­kel mit Brokkoli

Die ältes­ten Fun­de von Din­kel stam­men aus West­ar­me­ni­en und den Tälern des Ara­rat-Gebir­ges (6. bis 5. Jahr­tau­send v. Chr.). Wei­te­re Fun­de stam­men aus Bul­ga­ri­en (3700 v. Chr.), Rumä­ni­en (Hăr­man, Körös-Kul­tur), Polen und Süd­schwe­den (2500 bis 1700 v. Chr.) sowie Däne­mark (1900 bis 1600 v. Chr.)
In der Jung­stein­zeit wur­de Din­kel in Mit­tel- und Nord­eu­ro­pa (vor allem im Alpen­raum) ange­baut. Ab 1700 v. Chr. kam er in der heu­ti­gen Deutsch­schweiz vor. Im 18. Jahr­hun­dert war Din­kel ein wich­ti­ges Handelsgetreide.

Erst im 20. Jahr­hun­dert, als Bau­ern ihre Ern­te­er­trä­ge mit­tels Kunst­dün­ger immer wei­ter stei­ger­ten, wur­de Din­kel­an­bau zu Guns­ten des Wei­zens zurück­ge­schraubt, da sei­ne Ern­te­er­trä­ge deut­lich gerin­ger aus­fal­len als beim Wei­zen und das Ent­fer­nen des fest mit dem Korn ver­wach­se­nen Spel­zes auf­wän­dig und teu­er ist.

Din­kel ist mit dem Weich­wei­zen ver­wandt und aus den Urwei­zen­ar­ten Ein­korn und Emmer hervorgegangen.

Din­kel hat mehr Mine­ral­stof­fe und Vit­ami­ne zu bie­ten als der bes­te Wei­zen. Sein hoher Gehalt an Kie­sel­säu­re wirkt sich posi­tiv auf Denk­ver­mö­gen und Kon­zen­tra­ti­on sowie die Gesund­heit von Haut und Haa­ren aus, so kann man lesen.

Hier habe ich das Back­blech mit Din­kel gefüllt und bei 100 Grad Umluft eingestellt.

Dinkelkörner im Backofen

Hier bekommt der Din­kel einen Nach­bren­ner in der Pfan­ne, kurz und heiß. Das macht ihn noch nussiger.

Dinkelkörner in der Pfanne

Nun habe ich eine Hand­voll Kör­ner zer­mah­len (Kaf­fe­müh­le) und im Topf mit Was­ser und etwas Meer­salz auf­ge­kocht.
Par­al­lel dazu wur­de der Brok­ko­li fertig.

Dinkelbrei im Topf
Brokkoli
Dinkel mit Brokkoli

Getrei­de mah­len mit Kaffemühle

Getrei­de­müh­len sind teu­er. Wenn man nicht viel Mehl braucht, etwas zum Brot­ba­cken, dann reicht auch eine elek­tri­sche Kaf­fee­müh­le. Ich mah­le damit immer mein gerös­te­tes Getrei­de. Ich brau­che es auch nicht so fein, weil ich ja meist einen Brei damit koche.

Din­kel Spi­rel­li mit Möh­ren und Zubehör

Quo­tes from Georg Ohsawa


YIN YANG GOLD