Makro­bio­tik ist Lifestyle

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Oben im Hea­der­bild, das ist Buchweizen.

Heu­te rös­te ich gera­de Din­kel im Umluft­back­ofen bei 100 Grad. Und muss war­ten, bis er fer­tig ist.

Die War­te­zeit nut­ze ich für die­sen kur­zen Beitrag.

Bio, vegan, vege­ta­risch, das ist der Trend der Zeit. Aber Makro­bio­tik ist anders, Makro­bio­tik hat eine uralte geis­tes­wis­sen­schaft­li­che Tra­di­ti­on. Trend inter­es­sie­ren da nicht. Es geht schließ­lich um das Gan­ze, um das kos­mi­sche, ewi­ge Leben.

Der Begriff makró­bi­os (μακρόβιος) wur­de schon von Hero­dot und Hip­po­kra­tes von Kos ver­wen­det.
Sie bezeich­ne­ten damit Men­schen, die gesund sind und sehr alt wer­den. Aris­to­te­les und ande­re klas­si­sche Autoren beschrie­ben einen Lebens­stil als Makro­bio­tik, der auf einer ein­fa­chen Ernäh­rungs­wei­se fußt und Gesund­heit und ein lan­ges Leben ver­spricht. Im deut­schen Sprach­raum taucht die Bezeich­nung 1796 in Chris­toph Wil­helm Hufe­l­ands Haupt­werk „Die Kunst, das mensch­li­che Leben zu ver­län­gern“ auf.

Eine neue­re Form von Makro­bio­tik wur­de im Wesent­li­chen von dem Japa­ner Geor­ges Ohsa­wa begrün­det. Sie ist eine auf tao­is­ti­schen Leh­ren und asia­ti­schen Tra­di­tio­nen basie­ren­de Ernäh­rungs- und Lebens­wei­se, die nach dem Zwei­ten Welt­krieg im Rah­men der New-Age-Bewe­gung auch in der west­li­chen Welt zahl­rei­che Anhän­ger fand. Nach dem Tod von Ohsa­wa wur­de sei­ne Leh­re von eini­gen sei­ner Schü­ler modi­fi­ziert und weiterentwickelt.

Makro­bio­tik ist weder bio, noch vegan, nicht vege­ta­risch.
Makro­bio­tik ist Life­style mit jahr­tau­send­al­ter Tradition.

Aber Bio-Lebens­mit­tel sind natür­lich ers­te Wahl, und sonst: Vege­ta­ri­er sind Men­schen, die kei­ne toten Tie­re essen. Vega­ner sind Men­schen, die gar kei­ne tie­ri­schen Pro­duk­te kon­su­mie­ren.
Die Makro­bio­tik ver­bie­tet nichts, der gesun­de Mensch mit einer gesun­den Urteils­kraft merkt schon sel­ber, was für ihn gut ist. Makro­bio­tik hat eben auch päd­ago­gi­sche Aspek­te. Der Effekt der makro­bio­ti­schen Lebens­wei­se ist eine bes­se­re Urteils­kraft, ein bes­se­res Unterscheidungsvermögen.

Dinkelkörner
Eine Makro­an­sicht des gerös­te­ten Dinkels

Im Mit­tel­punkt der Makro­bio­tik steht das Prin­zip von Yin und Yang.
Gesund­heit und Frei­heit kön­nen nur dadurch erreicht wer­den, wenn ein Gleich­ge­wicht zwi­schen die­sen bei­den Polen her­ge­stellt wer­den kann. Dazu ist die Makro­bio­tik als prak­ti­sche Anwen­dung in der Ernäh­rung da. Aber Yin und Yang sind ja nun nicht nur in der Ernäh­rung wich­tig. Die­se Kräf­te wir­ken über­all und immer.

Rudolf Stei­ner kann­te die Makro­bio­tik noch nicht. Aber das Prin­zip von Yin (Luzi­fer) und Yang (Ahri­man) stell­te er oft in den Mit­tel­punkt sei­ner Vor­trä­ge:

„Die Men­schen der Gegen­wart haben es sehr not­wen­dig, Chris­tus mit­ten hin­ein­zu­stel­len zwi­schen Ahri­man und Luzi­fer. Chris­tus-Kraft muß uns durch­drin­gen. Aber wir müs­sen immer als Men­schen das Gleich­ge­wicht suchen zwi­schen dem­je­ni­gen, was gewis­ser­ma­ßen schwär­me­risch-mys­tisch über uns hin­aus will, und dem, was uns mate­ria­lis­tisch-ver­stan­des­mä­ßig, phi­lis­trös-schwer zur Erde her­un­ter­zie­hen will.
In jedem Augen­blick müs­sen wir das Gleich­ge­wicht suchen zwi­schen dem­je­ni­gen, wodurch wir luzi­fe­risch hin­auf­er­ho­ben wer­den und dem­je­ni­gen, wodurch wir ahri­ma­nisch hin­un­ter­stre­ben wol­len, aber in dem Suchen die­ses Gleich­ge­wich­tes liegt der Chris­tus. Und wenn wir uns bestre­ben, die­ses Gleich­ge­wicht zu suchen, dann allein kön­nen wir den Chris­tus fin­den.“ (Lit.:GA 195, S. 40)

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