Die Erde im Urzustand

Die Welt ist Klang – Das war schon immer so und bleibt auch so – hier ist die Erläuterung von Rudolf Steiner

Von Anfang an war die Erde nicht nur glühend, leuchtend, sondern auch tönend, und der Ton war in der Erde geblieben, so dass, als das Licht hinausging, innerlich das Wasser zwar dunkel wurde, innerlich aber auch vom Ton durchdrungen wurde, und der Ton war es, der dem Wasser gerade die Gestaltung, die Form gab, wie man das ja an dem bekannten physikalischen Experiment kennenlernen kann. Wir sehen, dass der Ton ein Gestaltendes ist, eine formende Kraft, weil durch den Ton die Teile gegliedert oder geordnet werden. Der Ton hat eine formende Kraft, und die war es, die auch den Leib aus dem Wasser heraus geformt hat.

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Nun fragt sich der eine oder andere, was ist denn das für ein Ton. OM? Einige glauben, OM hätte die Frequenz von 136,1 Hz und bezeichnen diese Frequenz als den Ton der Erde.

Ich bin da anderer Ansicht. Die Stimme der Stille, dieses Konzept kommt meinem Erleben am nächsten. Der Ton ist nicht mit den Ohren hörbar, er ist im Geiste hörbar. Genauso wenig, wie ich Zen beschreiben kann, die Zeit beschreiben kann, kann ich den Ton der Erde beschreiben.

Er ist nicht materiell, aber wie Zen und Zeit spüre ich ihn, erlebe ihn. Ganz konkret. Aber unbeschreiblich anders.