Frame Drum

Rah­men­trom­mel ist die deut­sche Bezeich­nung. Bei mir hängt sie an der Wand und wenn es passt, ver­wan­de­le mich in mei­nen Scha­ma­nen.

Zuwei­len wird die Rah­men­trom­mel als ältes­ter Trom­mel­typ bezeich­net. Auf Dar­stel­lun­gen aus Meso­po­ta­mi­en ist sie im 3. Jahr­tau­send v. Chr. nach­weis­bar. Die frü­hen meso­po­ta­mi­schen Abbil­dun­gen zei­gen Frau­en, die eine zwei­fel­li­ge Rah­men­trom­mel mit bei­den Hän­den vor der Brust hal­ten. Es han­del­te sich ver­mut­lich um mit Kör­nern gefüll­te klei­ne Ras­sel­trom­meln. Sie könn­ten bei Frucht­bar­keits­kul­ten ver­wen­det wor­den sein, die für eine Mut­ter­göt­tin abge­hal­ten wur­den. Man kann ein­fel­li­ge Rah­men­trom­meln auf mit Tier­haut bezo­ge­ne Arbeits­ge­rä­te (Rah­men­sie­be) zurückführen.

Sie ist fast über­all auf der Welt zu fin­den, bei­spiels­wei­se als Scha­ma­nen­trom­mel in Nord­eu­ro­pa, Sáp­mi („Lapp­land“), Asi­en und Nord­ame­ri­ka oder als mit den Fin­gern gespiel­tes Begleit­in­stru­ment im Ori­ent: tar, ben­dir, riq, daf (duff), dai­re, mazhar und in Ita­li­en tamburello.

In der Bibel wird die meist von Frau­en gespiel­te Rah­men­trom­mel tof der alt­tes­ta­ment­li­chen Pro­phe­tin Mir­jam erwähnt.

Da nahm die Pro­phe­tin Mir­jam, die Schwes­ter Aarons, die Trom­mel in ihre Hand,
und alle Frau­en zogen hin­ter ihr hin­aus mit Trom­meln und in Rei­gen­tän­zen.
Und Mir­jam sang ihnen vor:
Singt dem Herrn, denn hoch hat er sich erho­ben,
Pferd und Rei­ter hat er ins Meer geschleu­dert.

2.Mose 20


Frame Drum – Meinl

Meist wird die Rah­men­trom­mel wohl mit den Hän­den gespielt (glau­be ich). Aber ich benut­ze meist einen Schlegel.

Es gibt unter­schied­li­che Schle­gel für unter­schied­li­che Spiel­wei­sen und unter­schied­li­che Klang­far­ben – mehr bass­hal­ti­ge Klän­ge zum Beispiel.…


Frame Drum stimmen

Das Stim­men der Frame Drum ist ganz ein­fach, wenn sie kei­ne genaue Ton­hö­he haben muss. Das Stim­men auf eine genaue Ton­hö­he hin­ge­gen ist sehr schwer. Aber eins nach dem anderen:

Hier sieht man den mit­ge­lie­fer­ten Stimm­schlüs­sel in einem der Spann­lö­cher. Die­se Frame Drum hat 10 Stimm­lö­cher. In die­se Löcher steckt man den Schlüs­sel und dreht am bes­ten erst­mal alle Schrau­ben so weit her­aus, bis die Schrau­ben einem ganz locker vor­kom­men. Das Fell schwingt nicht mehr rich­tig es eiert und gibt einen bekla­gens­wer­ten Ton von sich. Dann geht es umge­kehrt los – alle Schrau­ben wer­den gleich­mä­ßig ange­zo­gen, am bes­ten immer in der Rei­hen­fol­ge gegen­über­lie­gen­der Schrauben.

Nun muss man immer so weit anzie­hen, bis es das Gefühl sagt, jetzt ist es stramm. Man merkt das am Wider­stand bei Dre­hen. Der Ton wird immer höher. Das muss man halt aus­pro­bie­ren. Immer mal hören, ob es einem gefällt. Wenn es genau sein soll, dann beschäf­tigt man ein Stimm­ge­rät. Aber wie gesagt, das ist anstren­gend, zumal sich die Frame Drum auch gleich wie­der ver­stimmt, wenn man sie bespielt. So macht man sei­ne Erfahrungen.

Stimmen einer Frame Drum
Stim­men einer Frame Drum

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