Feria quin­ta in coe­na Domini

Fünfter Tag beim Abendmahl des Herrn

(„Fünf­ter Tag beim Abend­mahl des Herrn”)
Was mir so am Grün­don­ners­tag einfiel:

In der kab­ba­lis­ti­schen Mys­tik wird das aus dem Nichts her­vor­ge­tre­te­ne, unde­fi­nier­ba­re und unbe­stimm­te, gren­zen­lo­se Urlicht als Ain Soph Aur bezeich­net, wört­lich „das nicht end­li­che Licht“, von אין ain „Nichts“, סוֹף soph „end­lich“ und אור or bzw. aur „Licht“.

Am Anfang war alles von dem ver­bor­ge­nen Wesen Got­tes, dem gren­zen­lo­sen, eigen­schafts­lo­sen Urwe­sen, erfüllt. Durch die Selbst­be­schrän­kung Got­tes ent­stand ein lee­rer Raum, in den das Urlicht als Schöp­fungs­blitz hin­ein­strahl­te und die geschaf­fe­ne Welt hervorbrachte.

YIN YANG GOLD